Alter(n) verstehen – Altenhilfe gestalten

Dorothea-Römer-Stiftungsprofessur für Gerontologie

Die Stiftungsprofessur für Gerontologie ist am Institut für Gesundheit & Soziales (ifgs) der FOM Hochschule angesiedelt und wird durch die Dorothea-Römer-Stiftung gefördert. Verantwortet wird die Professur von Prof. Dr. Kathrin Bieler. Die auf drei Jahre angelegte Förderung von Mai 2025 bis April 2028 unterstützt gezielt Forschungsaktivitäten zu den Themen Alter(n), Altenhilfe und pflegebezogene Bildung. 

Im Zentrum steht die Entwicklung wissenschaftlich fundierter Konzepte zur Weiterentwicklung der Altenhilfe. Ziel ist es, praxisrelevante Impulse für Pflege, Bildung und Politik zu setzen. Die Professur verbindet wissenschaftliche Exzellenz mit gesellschaftlicher Relevanz. Besondere Schwerpunkte liegen auf der Pflege und Betreuung älterer Menschen sowie der Qualifizierung von Fach- und Führungskräften in der Pflege.

Stiftungsengagement für gerontologische Forschung und pflegebezogene Bildung

Die Professur wird gefördert durch die Dorothea-Römer-Stiftung, eine gemeinnützige öffentliche Stiftung des bürgerlichen Rechts. Zentrale Anliegen sind die Entwicklung innovativer Versorgungskonzepte in Einrichtungen der Altenhilfe sowie die nachhaltige Förderung der Pflegequalität durch qualifizierte Schulung und Ausbildung von Pflegekräften. Die Stiftung engagiert sich für zukunftsweisende Pflegekonzepte und exzellente Aus- und Weiterbildung im Pflegebereich. 

Weitere Rahmenbedingungen der Stiftungsprofessur:
Die Stiftungsprofessur beinhaltet eine forschungsbezogene Reduzierung des Lehrdeputats, eine wissenschaftliche Mitarbeitsstelle, die der Stiftungsprofessur zugeordnet wird, sowie ein Sachkostenbudget. 

Die Förderung basiert auf den Empfehlungen für die Einrichtung von Stiftungsprofessuren durch private Förderinnen und Förderer des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft e. V. So wird eine verlässliche Grundlage geschaffen, um wissenschaftliche Exzellenz mit gesellschaftlicher Wirksamkeit zu verbinden.

Prof. Dr. Kathrin Bieler, Professorin für Soziale Arbeit an der FOM Hochschule seit 2020 ist seit Mai 2025 Inhaberin der Dorothea-Römer-Stiftungsprofessur für Gerontologie am Institut für Gesundheit und Soziales (ifgs). Als Sozialarbeiterin, Gerontologin, promovierte Soziologin sowie langjährige Praktikerin im Sozial- und Gesundheitswesen verbindet sie wissenschaftliche Fundierung mit konkretem Gestaltungswillen in der Altenhilfe. 

Im Zentrum ihrer Tätigkeit steht die Weiterentwicklung von Pflegebildung, Beziehungsgestaltung und Organisationskultur im Kontext des Alterns. Besonderes Augenmerk legt sie auf die Stärkung der Pflegeausbildung – unter anderem durch Forschungsprojekte zur Prävention von Ausbildungsabbrüchen und zur Rolle sozialpädagogischer Unterstützung an Pflegefachschulen. Ihre Arbeit ist interdisziplinär, werteorientiert und praxisnah – mit dem Ziel, wissenschaftlich fundierte Impulse für eine menschliche, qualitätsorientierte und zukunftsfähige Altenhilfe zu setzen.

Mit der Stiftungsprofessur trägt sie dazu bei, Pflegepraxis, Bildungseinrichtungen und soziale Organisationen mit relevanter Forschung und innovativen Konzepten zu unterstützen – und damit einen aktiven Beitrag zur gesellschaftlichen Gestaltung des Alterns zu leisten.

Die Stiftungsprofessur für Gerontologie widmet sich der interdisziplinären wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Fragen des Alter(n)s, insbesondere im Kontext der Altenhilfe und der pflegebezogenen Bildungsprozesse. Dazu zählen: 

Forschung und wissenschaftliche Verbreitung:
Die Professur initiiert, begleitet und publiziert wissenschaftliche Forschungsvorhaben im Bereich der Gerontologie, Altenhilfe und Pflegebildung. Im Fokus stehen sowohl theoretische als auch praxisorientierte Fragestellungen. Die Ergebnisse werden unter Einhaltung wissenschaftlicher Qualitätsstandards in renommierten Fachzeitschriften und relevanten Medien der Sozial- und Pflegewissenschaften veröffentlicht.

Wissenschaftlicher Nachwuchs und Exzellenzförderung:
In enger Kooperation mit der Stifterin organisiert die Professur jährlich einen Preis zur Auszeichnung herausragender Abschlussarbeiten von FOM Studierenden auf Bundesebene im Bereich der Altenpflege. Ziel ist es, junge Talente im Themenfeld der Gerontologie zu fördern und deren Arbeiten öffentlich sichtbar zu machen. 

Wissenschafts-Praxis-Transfer:
Die Professur beteiligt sich aktiv an der Gestaltung und Durchführung von Transferveranstaltungen. Dies umfasst Keynotes, Vorträge, Podiumsdiskussionen und Präsentationen mit dem Ziel, wissenschaftliche Erkenntnisse einem breiten Publikum aus Praxis, Politik und Gesellschaft zugänglich zu machen. 

Informationen dazu werden auch hier auf der Website veröffentlicht.

Keller, K.; Bieler, K. (2026): Wirksam forschen im Studium. Wegweiser für anwendungsbezogene Forschungsprojekte.  Wiesbaden: Springer Gabler (FOM-Edition).

Behrens, Y., Siepmann, M. & Bieler, K.(2026): Heterogene Lernwelten in der Pflegefachassistenz. Migration, Generationenunterschiede und die Rolle von Praxis, Schule und Schulsozialarbeit. Pädagogik der Gesundheitsberufe. Ausgabe 1-2026. 13. Jahrgang Hungen: hpsmedia.

Bieler, K., Beck, P. & Behrens, Y. (2026): „Lebst du noch oder wohnst du nur?“ Prekäre Lebenslagen zwischen individueller Entfremdung und institutioneller Routine. In: Middendorf, T. & Parchow, A. (Hrsg.), Ältere Menschen in prekären Lebenslagen. Theorien, Handlungsfelder und Fragestellungen für die Soziale Arbeit. Weinheim/Basel: Beltz Juventa.

Bieler, K., Bleck, Ch., Frewer-Graumann, S. & Behrens, Y.(2025): Zum professionellen Selbstverständnis Sozialer Arbeit in der stationären Langzeitpflege: Reflexion von Funktion und Position. In: Löffler, E.M., Bleck, Ch., Ignatzi, H. & Rüßler, H. (Hrsg.), Forschen und Forschung in Kontexten des Alter(n)s: Ausblicke und Konsequenzen für die Soziale Arbeit. Opladen: Verlag Barbara Budrich.

Beck, P. & Bieler, K. (2025): Zwischen Realität und Umsetzung: Die unbeantwortete Herausforderung der Superdiversität im deutschen Gesundheitswesen. Dr. med. Mabuse – Zeitschrift für Gesundheitsberufe, 2/2025, S. 52–55. Hannover: hpsmedia Verlag.

Frewer-Graumann, S. & Bieler, K. (2025): „Man hängt mehr oder weniger allein“ – Selbstfürsorge als zentrales Element für eine tragfähige Gestaltung von Unterstützungsarrangements bei Demenz. In: DZNE & Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. (Hrsg.), Angehörige von Menschen mit Demenz. Forschungsergebnisse und Perspektiven. Weinheim/Basel: Beltz Juventa, S. 127–138.

Bäcker, J. & Bieler, K. (2025): Den Sozialen Dienst neu ausrichten. Altenheim, 03/2025. Hannover: Vincentz-Verlag. 

Fuchs, P.; Mielenz, M.; Seidel, K.; Beck, P.; Kirstein, K.; Herten, B. (2025): Ausbildung zur Pflegefachassistenz in Deutschland : eine Bestandsaufnahme. Version 1.0 Bonn. Online: https://res.bibb.de/vet-repository_784000.

Keller, K., Bieler, K. & Redding, A. (2024): Erfolgreich für die Pflege qualifizieren. In: Fichtner-Rosada, S. et al. (Hrsg.), European Year of Skills 2023 – Kompetenzen für die Zukunft. Wiesbaden: Springer Gabler, S. 309–325. DOI: 10.1007/978-3-658-44959-9_20

Bieler, K. & Keller, K. (2024): Befähigt und begleitet durch die Ausbildung: Einblick in „Erfolgreich für die Pflege qualifizieren“. In: Matusiewicz, D. & Cassens, M. (Hrsg.), Bildung und Qualifizierung im Gesundheitswesen. ifgs Schriftenreihe, S. 7–22.

Beck, P., Matusiewicz, D., Schouler-Ocak, M., Khan, Z., Peppler, L., & Schenk, L. (2024). Evaluation of cross-cultural competence among German health care professionals: A quasi-experimental study of training in two hospitals. Heliyon, 10(6), e27331. https://doi.org/10.1016/j.heliyon.2024.e27331.

Schumann, M., Peppler, L., Beck, P., & Schenk, L. (2024). Navigating transitions: a qualitative study of nursing teams' experiences of educational and cultural transitions in Germany. BMC nursing, 23(1), 725. https://doi.org/10.1186/s12912-024-02383-0

Beck, P. (2024): Digitale Transformation: Kulturelle Kompetenz im Apothekenwese, in: David Matusiewicz (Hrsg.), Springer Gabler, Wiesbaden, ISBN: 978-3-658-42959-1

Beck, P. (2024): Risikotypenspezifische Abbruchgründe und Gelingensfaktoren in der Pflegeausbildung – Maßnahmenentwicklung mit Methoden des Design Thinking, in: Karin Reiber, Jutta Mohr, Michaela Evans-Borchers, Miriam Peters (Hg.) (Hrsg.), Berufsbildung, Arbeit und Innovation , wbv Media GmbH & Co. KG, Bielefeld, ISBN: 978-3-7639-7392-7

Bieler, K. (2023): Beratung im Hinblick auf Alter und Pflegebedürftigkeit. In: van Rießen, A. & Bleck, C. (Hrsg.), Handlungsfelder und Adressierungen der Sozialen Arbeit. Stuttgart: Kohlhammer, S. 131–140. DOI: 10.17433/978-3-17-039847-4

Bieler, K. (2023): Methoden der Sozialen Arbeit und methodisch-professionelles Handeln. In: Buntrock, M. & Peinemann, K. (Hrsg.), Grundriss Soziale Arbeit. Wiesbaden: Springer Gabler, S. 229–245. DOI: 10.1007/978-3-658-39707-4_10

Bieler, K. (2022): Altersbilder – drittes und viertes Lebensalter. Eine gerontologische Einordnung. Basis, 06/2022. Vallendar: Patris-Verlag.

Schenk, L., Molzberger, K., Peppler, L. , Beck, P.; Schouler-Ocak, M. (2022): Organisationaler Wandel durch Migration. Forum 37, 280–284. https://doi.org/10.1007/s12312-022-01108-1

Schenk, L., Sonntag, P. T., Beck, P., Khan, Z., Peppler, L., & Schouler-Ocak, M. (2022). Organisational and staff-related effects on cultural competence in the hospital setting: a cross-sectional online survey of nursing and medical staff. BMC health services research, 22(1), 644. https://doi.org/10.1186/s12913-022-07947-x

Gümrükcü, H., Beck, P., Gümrükcü, M. (2024): Internationale Gesundheitsfachkräfte, Baden-Baden: Nomos. https://doi.org/10.5771/9783748944812

Beck, P., Mratschkowski, A. (2022): Bedeutung kultursensibler Pflege für die pflegerische Teilhabe und die gesellschaftliche Integration von älteren Menschen mit Migrationshintergrund, in: Lux/Matusiewicz (Hrsg.), S. 85-93, Springer

Bieler, K. (2021): Konfliktkultur (weiter-)entwickeln. Nachhaltige Veränderung der Konfliktmentalität in Unternehmen. Wiesbaden: Springer Gabler. DOI: 10.1007/978-3-658-32700-2

Beck, P., Matusiewicz, D. (2021): Chancen und Herausforderungen der Corona-Pandemie in Bezug auf Demografie und soziokulturelle Vielfalt im deutschen Gesundheitswesen, in: Heinemann, Stefan; Matusiewicz, David (Hrsg.), 1. Aufl., medhochzwei, Heidelberg , ISBN: 978-3-86216-744-9

Bieler, K., Keller, K. & Lehmann, J. (2020): Professionalisierung in Organisationen der stationären Altenhilfe im Kontext der Coronakrise. In: Pflegewissenschaft, Sonderausgabe „Die Corona Pandemie“, S. 18–21. Hungen: hpsmedia.

Beck, P., Mratschkowski , A., Matusiewicz , D. (2020): Interkulturelle Öffnung im Gesundheitswesen fördert einen solidarischen Umgang, Georg Thieme Verlag, URL: https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/html/10.1055/a-1236-3630

Bieler, K. (2017): Organisationsentwicklung zwischen Veränderungswillen und Beharrungsvermögen. Evaluation einer Maßnahme zur Implementierung einer konstruktiven Konfliktkultur in einer stationären Altenhilfeeinrichtung. Dissertation, Universität Koblenz-Landau. URN: nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kola-14660

Foto: Privat/Dean Lindner

» Zukunft der Altenhilfe: Pflege neu denken – „Ältere Menschen fordern heute Mitgestaltung“ 

Interview mit Prof. Dr. Kathrin Bieler, FOM Online-Magazin

V.l.n.r.: Joachim Doppstadt (Schatzmeister der Stiftung), Liliana Perovic-Schneider (Verwaltungsrätin), Anita Götzer, MSc. (Vorständin), Prof.in Kathrin Bieler (Stiftungsprofessur), Ingrid Schindler (Verwaltungsrätin), Prof. Ralf Twenhöfel (Vorstand) – es fehlt Prof. Nico Skusa (Verwaltungsrat) | © FOM
V.l.n.r.: Joachim Doppstadt (Schatzmeister der Stiftung), Liliana Perovic-Schneider (Verwaltungsrätin), Anita Götzer, MSc. (Vorständin), Prof.in Kathrin Bieler (Stiftungsprofessur), Ingrid Schindler (Verwaltungsrätin), Prof. Ralf Twenhöfel (Vorstand) – es fehlt Prof. Nico Skusa (Verwaltungsrat) | © FOM

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Patricia Beck M.A. | FOM Hochschule | Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Dorothea-Römer-Stiftungsprofessur für Gerontologie

Patricia Beck M.A.

Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Dorothea-Römer-Stiftungsprofessur für Gerontologie